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Uzwil verliert erstes Halbfinalspiel

Der Badmintonclub Uzwil muss im ersten Halbfinalspiel der NLA-Playoffs eine deutliche 2:6-Niederlage gegen Lausanne hinnehmen. Trotz eines starken Auftakts vor Heimpublikum werden die Ostschweizer im weiteren Spielverlauf von den favorisierten Westschweizern dominiert. Damit steht Uzwil vor dem Rückspiel (heute Sonntag, 14 Uhr) in Lausanne unter enormem Druck.

Vor vollen Tribünen startete Uzwil vielversprechend in die Partie. Das Männerdoppel Panza/Tabeling zeigte eine beeindruckende Leistung. Der 18-jährige Liano Panza bewies erneut Nervenstärke und harmonierte perfekt mit dem erfahrenen Niederländer. Ihr verdienter Sieg brachte Uzwil früh in Führung. Auch das Frauendoppel Schnider/Seinen entschied seine Partie für sich, wenn auch nach einem umkämpften Spiel. Damit lag Uzwil zunächst mit 2:0 in Front.

Doch Lausanne schlug eindrucksvoll zurück. Das zweite Männerdoppel Svendsen/Utrosa kämpfte sich nach einem 0:2-Satzrückstand zwar noch in den Entscheidungssatz und schnupperten an einer möglichen Überraschung. Doch am Schluss behielten die favorisierten Gegner die Oberhand und waren fortan nicht mehr zu bremsen. In den verbleibenden Spielen dominierte Lausanne das Geschehen und gewann sämtliche Einzel sowie das Mixeddoppel. Besonders die klare Niederlage von Milena Schnider im Fraueneinzel traf die Uzwiler unerwartet.

Uzwils Chancen auf den Finaleinzug sind nach dieser Niederlage auf ein Minimum gesunken. Lausanne präsentierte sich in Topform und unterstrich seine Favoritenrolle eindrucksvoll. Dennoch könnte das Spiel ein Nachspiel haben: Wie nach Abpfiff durchsickerte, spielte Uzwil die Partie unter Protest. Der Grund ist der Einsatz von Nhat Nguyen, Lausannes nominell stärkstem Spieler. Laut Reglement dürfte Nguyen in den Playoffs gar nicht spielberechtigt sein. Swiss Badminton genehmigte jedoch einen Antrag Lausannes bereits vor Wochen, informierte Uzwil aber erst zwei Tage vor den Playoffs. Der Verein zweifelt mitunter die Rechtmässigkeit dieser Entscheidung an.

Ob sich aus dem Protest Konsequenzen ergeben, bleibt abzuwarten. Zunächst muss sich Uzwil auf das schwere Rückspiel in Lausanne konzentrieren, wo eine grosse Sensation nötig wäre, um doch noch das Finale zu erreichen.

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