Badmintonclub Uzwil

NLA

NLA-Team mit harzigem Saisonstart

Der Badmintonclub Uzwil verliert das NLA-Startspiel gegen Argovia mit 3:5 und gewinnt danach gegen St.Gallen mit 5:3. Während sich einige Spieler nach der langen Wettkampfpause schwer tun, überzeugen erfreulicherweise die drei Neuverpflichtungen.

Die Startniederlage am Samstag war ein Dämpfer. Auch wenn Argovia stark aufspielte, wäre für Uzwil mehr möglich gewesen. Immerhin konnte sich die Mannschaft am Sonntag im Heimspiel gegen St.Gallen mit einem Sieg rehabilitieren. Doch die beiden Partien lassen sich nicht miteinander vergleichen. Spielertrainer Iztok Utrosa schickte sein neuformiertes Team mit zwei unterschiedlichen Aufstellungen ins Rennen. «Wir wollen auch die Ernstkämpfe dazu nutzen, um herauszufinden welches unsere stärksten Doppelpaarungen sind», sagte Utrosa.

Neue Frauen überzeugen
Ein starkes Debüt zeigten die beiden neuen Frauen beim Badmintonclub Uzwil. Die Holländerin Cheryl Seinen liess schon zum Start ihre ganze Klasse aufblitzen. Mit wieselflinken Bewegungen und einer grossen Spielübersicht begeisterte sie das Heimpublikum. Die 25-jährige Doppelspezialistin übernahm dabei sofort eine Leaderrolle im Team. Ebenfalls einen starken Einstand zeigte die 18-jährige Milena Schnider. Im Frauendoppel schafften Schnider/Seinen sogar die Überraschung und bezwangen die amtierenden Schweizermeisterinnen Stadelmann/Müller. Im Fraueneinzel fehlte Milena Schnider nur ganz wenig, um auch die amtierende Vize-Schweizermeisterin Jenjira Stadelmann zu besiegen.

Durkinjak & Kropf top
Bei den Männern überzeugte der dritte Neuzugang von Uzwil. Der Kroate Zvonimir Durkinjak präsentierte sich bei seiner NLA-Premiere mit einer soliden Leistung. Im Männerdoppel harmonierte er bestens mit Ramon Kropf. Die Beiden trumpften mit zwei souveränen Startsiegen auf. Damit drängt sich der starke Ramon Kropf stärker denn je für einen NLA-Stammplatz auf. Eher durchzogen fällt die Bilanz der restlichen Männer aus. Die coronabedingte Wettkampfpause von fast sechs Monaten haben nicht alle gleich gut verdaut. In den Männereinzel fanden Artem Pochtarev und Iztok Utrosa den Tritt überhaupt nicht. Auch Nicolas A. Müller schwächelte immer wieder, trotzdem wiegelte er am Schluss seine Spiele irgendwie noch ins Trockene. Nicht in der Aufstellung stand der angeschlagene Julien Scheiwiller. Wie lange er dem Team fehlen wird, bleibt ungewiss.

Uzwil im Favoritenkreis
Es war ein durchzogener Saisonstart für Uzwil. Nicht alles lief wunschgemäss für den amtierenden Schweizermeister. Trotzdem hat Uzwil auch in dieser Saison wieder die Qualität, um ganz vorne mitzuspielen. Dies auch dank den neuen Spielern. Die nächste NLA-Doppelrunde wird am 24./25. Oktober gespielt.

Nächstes Heimspiel:
Uzwil – Lausanne
Sonntag, 25. Oktober 2020
14 Uhr, BZWU Niederuzwil